PSA-Test

Prostatakrebsfrüherkennung

Das gesetzliche Früherkennungsprogramm in Deutschland bietet allen Männern ab 50 einmal jährlich die Möglichkeit einer Untersuchung auf Prostatakrebs. Dazu gehören:

  • das Abtasten der Genitalien
  • das Abtasten der dazu gehörigen Lymphknoten in der Leiste
  • die Tastuntersuchung der Prostata vom Enddarm aus.

Was ist ein PSA-Test?

Der PSA-Test dient zur Prostatakrebsfrüherkennung. Mit Hilfe des PSA-Tests können auch frühe Tumorerkrankungen erkannt werden, die nicht ertastet werden können. Zur Bestimmung des PSA-Wertes wird eine Blutprobe aus der Armvene entnommen. – PSA steht für Prostata Spezifisches Antigen und wird von Zellen der Prostata gebildet.

Dennoch ist der PSA-Test als Vorsorge umstritten und muss daher normalerweise privat vom Patienten bezahlt werden. Bedenken sind, dass ein erhöhter PSA-Wert oft unnötig zur Beunruhigung des Mannes führt oder sogar unnötige Behandlungen nach sich ziehen, da der PSA-Wert aus verschiedenen Gründen erhöht sein kann.

Dem gegenüber steht jedoch, dass ein aggressiver Tumor sehr frühzeitig entdeckt werden kann, wenn noch sehr große Heilungschancen bestehen.

Was Sie vor Durchführung des PSA-Tests wissen sollten:

  • ein erhöhter PSA-Wert bedeutet nicht zwangsläufig Krebs, weil auch andere Faktoren (z.B. körperliche Aktivitäten wie Radfahren) den Wert beeinflussen.
  • liegt ein erhöhter Wert vor, stehen weitere Abklärungen an. Der behandelnde Arzt muss den Wert kontrollieren und z.B. durch die Entnahme einer Gewebeprobe (Biopsie) feststellen, ob es sich tatsächlich um Krebs handelt oder nicht.
  • wird ein Tumor nachgewiesen, bedeutet dies nicht automatisch, dass Sie sofort behandelt oder operiert werden müssen.
  • insgesamt tragen ca. 40 % der Männer in den westlichen Industrieländern das Risiko, im Laufe ihres Lebens ein Prostatakarzinom zu entwickeln, aber nur 10 % werden spürbar krank.
  • handelt es sich um einen aggressiven Krebs, können die Therapiemaßnahmen eingeleitet werden; dem PSA-Test ist es dann zu verdanken, dass der Tumor in der Regel in einem Stadium entdeckt wurde, in dem er noch geheilt werden kann.
  • nach Meinung vieler Experten sollten alle Männer ab dem 40. Lebensjahr regelmäßig zur PSA-gesteuerten Früherkennungsuntersuchung gehen.

Was sagt der PSA-Wert aus?

Der PSA-Wert gibt einen Hinweis, dass etwas mit der Prostata nicht stimmt und abgeklärt werden muss, wenn der Wert erhöht ist. Der PSA-Wert hat sich als Test zur Kontrolle der Prostata bewährt. PSA steht für Prostata Spezifisches Antigen und wird von Zellen der Prostata gebildet. Es ist ein Eiweiß, das der Verflüssigung des Spermas dient. Da das PSA auch in das Blut übertritt, ist es bei einem Bluttest nachweisbar. Über den PSA-Wert kann z.B. ein bereits diagnostiziertes Prostatakarzinom überwacht oder auch eine Prostatitis (Prostataentzündung) erkannt werden.

Grundsätzlich ist die PSA-Wert Bestimmung ein guter Test, um Veränderungen in der Prostata festzustellen. Die Interpretation und weitere Behandlung sollten Sie mit einem Urologen besprechen.

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